Franz Segbers

Franz Segbers
Vor der Sintflut
Christliche Option
für einen erneuerten Sozialismus
zur Rettung des Lebens

274 Seiten
€ 26.– / CHF 26.–
ISBN 978-3-907386-10-1
Auslieferung ab 15. Juni 2026

 

 

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Aus dem Inhalt

Vor uns die Sintflut: Einleitung

Auf den Ruinen von Sozialismus und Kapitalismus: Die Gegenwart einer Vielfachkrise
–    Gerechtigkeitskrise
–    Klimakrise als Gerechtigkeitskrise
–    Anthropozän oder Kapitalozän?

Nicht Vorläufer, sondern Begründer des Sozialismus: Frühsozialisten in Frankreich
–    Der religiöse Entstehungskontext
–    Lamennais, Constant, Cabet, Consideran

Der erste religiöse Kommunist Deutschlands: 
Wilhelm Weitling
–    Ein Schneidergeselle begründet den Sozialismus
–    Ein kommunistisches Manifest der Nächstenliebe
–    «Das Evangelium des armen Sünders»
–    Erneuerung des Christentums und Revolution
–    Die Religion der Freiheit und der Gleichheit

Ein Gespenst geht um in Jerusalem … 
Der kommunistische Ursprung des Christentums

Lautes Schweigen der Kirchen über den Sozialismus 
nach seinem Niedergang

Humanität, Gerechtigkeit und die Rettung des Lebens
–    Christliche Optionen für den Sozialismus
–    Leitbilder Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und 
    Geschwisterlichkeit

Die Idee des Sozialismus zur Rettung des Lebens: 
Sozialismus im Plural
–    Sozialismus nach seinem Scheitern
–    Sozialismus gegen Katastrophenkapitalismus
–    Sozialistischer Kompass für Nachhaltigkeits­-
    revolution

Bundesgenossenschaft für einen Sozialismus zur Rettung des Lebens

Noch ist Zeit für einen Ausweg – 
zur Rettung vor der Sintflut

 

Eine Koalition zur Umkehrung der Verhältnisse

Angesichts der Vielzahl von Krisen, denen die Menschen ausgesetzt sind, bietet das Buch einen Kompass zur Rettung vor der Sintflut. Offensichtlich sind Veränderungen erforderlich, die den Rahmen des bestehenden kapitalistischen Systems sprengen werden. Der Essay zeigt Wege zu einer neuen Gesellschaft auf der Grundlage einer veränderten Beziehung der Menschen miteinander und zur Schöpfung. Es waren Christen, die im frühen 19. Jahrhundert den Sozialismusbegriff aufbrachten, um einen Ausweg in eine andere Gesellschaft zu zeigen, in der die Menschen wirklich frei und gleich leben können. Sie entwarfen den Sozialismus und Kommunismus unter Rückgriff auf zentrale theologische Vorstellungen. 
    Damit die Asche des Sozialismus wieder aufleuchten kann, ist es gut, an den Ursprung zurückzugehen. Die Ursprungsidee des Sozialismus von der Freiheit und der Gleichheit aller wird nach wie vor gebraucht. Denn die kapitalistischen Verhältnisse, auf die diese Idee eine Antwort geben wollte, existieren immer noch, und zwar in einem bisher kaum vorstellbaren Ausmaß. 
    Christinnen und Christen sind Teil einer Koalition solidarischer Menschen, die von einer Umkehrung der Verhältnisse «wie im Himmel so auf Erden» (Mt 6,10) nicht lassen können. Noch ist Zeit für einen Ausweg zur Rettung vor der Sintflut. Das Eintreten von Christinnen und Christen für einen erneuerten Sozialismus ist deshalb nicht nur eine politische Notwendigkeit, sondern auch eine christliche.

 

Franz Segbers | Dr. theol. und Professor em. für Sozialethik am Evangelischen Fachbereich der Universität Marburg; Gastprofessuren auf den Philippinen. Viele Jahre war er in der kirchlichen Industrie- und Sozial­arbeit sowie in der Diakonie tätig. Segbers ist Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen zu Themen der Sozial- und Wirtschaftsethik.