Urs Eigenmann


Buchpräsentation zum Buch Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt?

Montag, 31. August 2026, 18.30 bis 20.00 Uhr, Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich

Gast
Urs Eigenmann, 1946 in Bern geboren, Dr. theol.,
emeritierter Pfarrer und Lehrbeauftragter an der Universität Luzern

Moderation/Leitung
- Erwin Koller, Theologe und Publizist
- Odilo Noti, Präsident Edition Exodus
- Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Eintritt frei, mit Umtrunk (Kollekte zur Deckung der Kosten, empfohlen: 15 CHF)
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis Mittwoch, 26. August 2026.

Link zum Anlass mit allen Angaben und Anmeldung

Urs Eigenmann
Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt?
Das Konzil von Nizäa und die Zerrissenheit des Christentums

248 Seiten, 7 Abbildungen
CHF 26.– / € 26. –
ISBN 978-3-907386-07-1
Luzern, Februar 2026 

 

Für eine befreiende Theologie, die historisch-praxisbezogen ist

Die Frage im Titel dieses Bandes Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt? setzt zweierlei voraus. Erstens: Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verständnis von Gott auf der einen und der Gestaltung von Gesellschaft und Welt auf der anderen Seite. Zweitens: Die Rede von Gott ist ebenso vieldeutig, wie es unterschiedliche Vorstellungen über Gesellschaft und Welt gibt. Die Frage Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt? impliziert einen unausweichlichen Bezug von Gott, Mensch und Welt. 
    Die Analyse des persönlichen, pastoralen und politischen Funktionierens dieses Bezugs gehört zum Kern der Beschäftigung mit der Gottesfrage, weil diese bezogen auf die jedesmaligen wirklichen Lebensverhältnisse gesehen und bearbeitet werden muss. Edward Schillebeeckx hat es so formuliert: «Das gesellschaftliche Funktionieren des Gottesglaubens kann man nicht von der theologischen Bedeutung des Gottesglaubens isolieren.» Das gilt ebenso für die Leugnung des Gottesglaubens, denn auch diese hat eine gesellschaftliche Funktion. Im Namen von beiden Positionen sind in der Geschichte ebenso menschliche Großtaten wie unmenschliche Scheußlichkeiten begangen worden. 
    Der Untertitel des Bandes Das Konzil von Nizäa und die Zerrissenheit des Christentums bezieht sich auf die Tatsache, dass das Konzil von Nizäa im Jahr 325 in der Geschichte des Christentums eine Zäsur von solcher Art darstellte, dass davon die Rede ist, es sei «als erstes ökumenisches Konzil zu welthistorischer Bedeutung gelangt».

 

Urs Eigenmann, 1946 in Bern geboren, Dr. theol., emeritierter Pfarrer und Lehrbeauftragter an der Universität Luzern. Veröffentlichungen bei Edition Exodus u. a.: mit Kuno Füssel und Franz Hinkelammert (Hg.): Der himmlische Kern des Irdischen. Das Christentum als pauperozentrischer Humanismus der Praxis, zweite Auflage, Luzern 2025; «Das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit für die Erde». Die andere Vision vom Leben, zweite, erweiterte und aktualisierte Auflage, Luzern 2022; Hochgebete. Texte zum Teilen von Brot und Wein, vierte Auflage, Luzern 2022.

Link zum Verlagsprogramm und zum Buch


Rezension zu «Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt?» von Wolfgang Pauly aus «theologie.geschichte 21 (2026)» zum Buch von Urs Eigenmann.

 


Rezension zu «Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt?» von Norbert Mette zu Urs Eigenmann im Publik Forum Nr. 7 vom 17. April 2026


Neuerscheinung 18. Juni 2026

Urs Eigenmann
Wie im Himmel so auf der Erde
Poet-messianisches Vademecum

247 Seiten
CHF 28.– / € 28.–
ISBN 978-3-907386-11-8
Luzern, 18. Juni 2026

 

 

Link zum Verlagsprogramm und zum Buch

Aus dem Vorwort von Urs Eigenmann. Den ersten der in diesem Band veröffentlichten Texte habe ich 1977 gegen Ende meiner vier Jahre als Vikar in der Pfarrei St. Anton in Basel verfasst: norm(ale) reime. Angesichts der im dortigen Pfarrhaus inflationären Berufung nicht nur auf das «Normale», sondern auf das «Totalnormale» zur Rechtfertigung gängiger pastoraler Praxis schaffte ich mir damit Luft.
    Später habe ich aus eigenem Antrieb oder auf Anfragen und Einladungen Texte verfasst, in denen ich verdichtet das ausdrücken wollte, was ich für zentral hielt ...
    Der Titel Wie im Himmel so auf der Erde ist dem Unser-Vater-unser entnommen (vgl. Mt 6,10). Er bezeugt das biblische Verständnis des Himmels als göttliche Vision für die Erde (vgl. Offb 21,2). Der Untertitel Poet-messianisches Vademecum charakterisiert die 110 Texte des Bandes als orientierende Begleiter eines Lebens in der Nachfolge Jesu.
    Äußerer Anlass zur Publikation dieses Bandes ist mein 80. Geburtstag am 18. Juni 2026. Das Buch enthält die Texte aus drei vergriffenen Publikationen. Zudem sind einige bisher unver­öffentlichte Texte in den Band aufgenommen worden.

Urs Eigenmann, 1946 in Bern geboren, Dr. theol., emeritierter Pfarrer und Lehrbeauftragter an der Universität Luzern. Veröffentlichungen bei Edition Exodus u. a.: Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt? Das Konzil von Nizäa und die Zerrissenheit des Christentums, Luzern 2026; mit Kuno Füssel und Franz Hinkelammert (Hg.): Der himmlische Kern des Irdischen. Das Christentum als pauperozentrischer Humanismus der Praxis, zweite Auflage, Luzern 2025; «Das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit für die Erde». Die andere Vision vom Leben, zweite, erweiterte und aktualisierte Auflage, Luzern 2022; Hochgebete. Texte zum Teilen von Brot und Wein, vierte Auflage, Luzern 2022.


wie im himmel 
so auf der erde

die in den fußstapfen dessen
der gelebt
was ein wahrer mensch
zertrümmern den irdischen kern religiöser nebelbildungen
durch evangeliumsgemäße entunterwerfung
freiwilliger unknechtschaft  
und reflektierter unfügsamkeit
entkommen dem zweiten tod
als aufgeschrieben im buch des lebens
und glauben

gottes reich komme
sein wille geschehe

wie im himmel
so auf der erde